Hinrunde endet mit Pleite
Pfrentsch. Im letzten Spiel der Kreisklasse Ost vor der Winterpause musste der FSV Waldthurn zum SV Pfrentsch reisen. Die Gastgeber, die nach drei Siegen in Folge und einem Torverhältnis von 16:6 Toren mit breiter Brust die zuletzt – auch auf Grund von vielen Verletzungen – schwächelnden Waldthurner empfingen, sollten auch in der heutigen Partie ihre aufsteigende Form bestätigen. Das Sorgenkind der Gäste aus Waldthurn bleibt weiterhin die mangelhafte Chancenauswertung, die sich schon durch die Gesamte Saison zieht.
Zum Spiel: Hubert Pühler hat es unter der Woche schon gegenüber dem “Neuen Tag” erwähnt, dass sich die Fußballer vom Fahrenberg – nicht zuletzt wegen der langen Verletztenliste – die Winterpause herbei sehnen. So musste der Coach des FSV auch heute wieder auf einige Stammkräfte verzichten, so dass Thomas Schwab aus Spielberg sein Startelf-Debut für Waldthurn feierte. Die Gastgeber des SV Pfrentsch wollten sich für die 2:7 Klatsche aus dem Hinspiel revanchieren und hatten in der 7. Minute bereits die erste dicke Möglichkeit, als ein Flugkopfball aus kürzester Distanz nur Zentimeter das Tor von Uli Hornstein – der heute an Stelle von Alex Lingl im Kasten stand – verfehlte. Nur eine Minute später gab es das erste Beispiel dafür, dass Waldthurn in dieser Saison in Sachen Chancenauswertung einfach die Seuche auf dem Fuß hat: Nach Freistoß von Striegl an den langen Pfosten kam dort Thomas Graf aus spitzem Winkel frei zum Schuss, dieser ging an die Querlatte und sprang von dort aus direkt vor die Füße von Pühler, der die Kugel aber aus drei Metern über das Tor hämmerte. Nach dieser Großchance beherrschten die Gastgeber weitestgehend die Partie, auch dadurch geschuldet, dass sich Waldthurn im Spielaufbau viel zu schlampige Abspielfehler erlaubte und so die Pfrentscher stark machten. In der 21. Minute dann die verdiente Führung für die Heimelf, als Uli Hornstein im eins gegen eins bis zur Eckfahne heraus eilte, dort umkurvte ihn ein Pfrentscher Spieler und schoss aufs leere Tor, der Ball ging jedoch nur an den Pfosten, aber Petros vom SV war gedankenschneller als die FSV-Abwehr und musste nur noch zum 1:0 einschieben. Nur vier Minuten später verpasste Daniel Bergmann nach einer Ecke per Kopf nur knapp den Ausgleichstreffer. Zehn Minuten später war es dann aber soweit: Nach einem tollen Angriff über Sebastian Striegl kam der Ball zu Bergmann, der aus nicht-abseitsverdächtiger-Position (er befand sich schon mittendrin) eiskalt zum 1:1 Ausgleich einnetzte. In der 39. Minute hatte die Heimelf Glück, dass sie noch mit 11 Mann weiterspielen durften. Nach einer Chance für Waldthurn brannten dem Pfrentscher Libero die Sicherungen durch, als er Sebastian Striegl im Sechzehner heftig zu Boden schuppste und wüst auf ihn einschimpfte. Der völlig überforderte Schiedsrichter Hanauer konnte die darauf folgende Rangelei nur mit Mühe wieder schlichten.
Die Bilder zum Spiel in Pfrentsch
Hubert Pühler hatte während der Pause anscheinend die richtigen Worte gefunden, anders kann man sich die Leistungssteigerung in Hälfte zwei nicht erklären. Vor allem in den ersten 15-20 Minuten nach Wiederanpfiff spielte sich die “Fahrenberg-Elf” etliche Großchancen heraus, die aber weiterhin kläglich vergeben wurden. Die Tore dagegen machten weiterhin die Gastgeber, die nach einer Standardsituation und der darauffolgenden Volleyabnahme von Petros die 2:1 Führung erzielten. Nur zehn Minuten später der nächste Gegentreffer nach einem ruhenden Ball: Einen langen Einwurf nahe der Eckfahne konnte Gollwitzer noch per Kopf klären, doch der Ball fiel am Elfmeterpunkt direkt vor die Füße eines Pfrentschers, der nicht lang zögerte und mit einem sehenswerten Schuss das 3:1 markierte. Das desolate Abwehrverhalten der Gäste brachte die zahlreichen Waldthurner Fans (etwa 50 Leute) zum Verzweifeln. Doch für die Waldthurner Mannschaft spricht, dass sie sich auch nach dem dritten Gegentreffer nicht aufgab und weiterhin aufs Pfrentscher Tor spielte, jedoch hätten die Gäste heute wohl noch stundenlang spielen können, ohne einen Treffer zu erzielen. Den Schlusspunkt setzte dann aber wieder der SV Pfrentsch, der in der 76. Minute per Abstaubertor aus Abseitsposition das 4:1 erzielte. Wieder fiel der Gegentreffer nach einer Standardsituation, bei dem die Waldthurner Abwehr alles andere als souverän wirkte.
Fazit des Spiels: Waldthurn muss weiterhin viel zu viel Aufwand betreiben, um zum Torerfolg zu kommen. Dem SV Pfrentsch reichten dagegen acht (!) Torschüsse, um vier Tore zu erzielen. Letztendlich fiel der Sieg wohl 1-2 Tore zu hoch aus, auch wenn der Erfolg der Heimelf nicht ganz unverdient war. Die Waldthurner gehen damit als Vierter in die Winterpause, zwei Punkte hinter dem drittplatzieren aus Hirschau. Jetzt heißt es erst mal, alle Stammspieler wieder fit zu bekommen, Kräfte sammeln und dann im März/April wieder voll anzugreifen. Im Großen und Ganzen muss man der Truppe von Hubert Pühler aber ein großes Kompliment aussprechen, denn bereits im dritten Jahr in Folge schafft es die Mannschaft, vorne mitzuspielen, was nicht wirklich viele Teams in der Kreisklasse Ost von sich behaupten können. Auch ein dickes Lob an Peter Sollfrank und seine Mannschaft, die nach dem 2:1 Sieg gegen DJK Neukirchen/St. Chr. II (Partie fand bereits am Samstag statt) in der B-Klasse ebenfalls mit einem tollen vierten Platz in die Winterpause gehen.
Wir wünschen allen Spielern, Trainern und Betreuern eine erholsame Winterpause und eine erfolgreiche Hallen-Saison!
SV Pfrentsch 4:1 FSV Waldthurn (1:1)
Aufstellung Hornstein – Gollwitzer, Sier, Schwab, Albrecht (Ertl M., 71.) – Arnold, Graf, Pühler, Klos, Striegl – Bergmann
Tore: 1:0 Petros (21.), 1:1 Bergmann (34.), 2:1 Petros (55.), 3:1 ?? (65.), 4:1 ?? (76.)
Zuschauer: 60
Schiedsrichter: Walter Hanauer
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